Rauchen Stoffwechsel und abnehmen beim Rauchen aufhören

Der Stoffwechsel ist ein komplizierter biochemischer Vorgang im Körper des Menschen. Laut Experten läuft er bei Rauchern auf Hochtouren, weil Nikotin den sogenannten Metabolismus anregt. Stoffwechselanregung klingt eigentlich ganz positiv, ist es aber nicht. Zwar sind Raucher in der Regel dünner und verbrauchen mehr Sauerstoff, Kalorien und andere nötige Stoffe, jedoch sind sie nicht gesünder. Im Gegenteil, zahlreiche Raucher leiden unter vielfältigen Krankheiten. Immer mehr Menschen entschließen sich deshalb zugunsten ihrer Gesundheit zu einem Rauchstopp.

Am Anfang der Raucherentwöhnung kommt es durch den plötzlichen Nikotinentzug oft zu verschiedenen Begleiterscheinungen. Das Gehirn setzt nicht mehr die nikotingesteuerten Glücksstoffe frei. Der Patient wird mit sinkendem Nikotingehalt im Blut meistens unruhig und unkonzentriert. Das Gehirn weist angeblich immer dringender auf den scheinbaren Mangel hin, bis der Raucher endlich wieder seiner Nikotinsucht nachgibt. Eine weitere Begleiterscheinung ist die Gewichtszunahme, die von vielen Ex-Rauchern erlebt wird. Sie entsteht nicht nur durch den langsamer werdenden Stoffwechsel, sondern häufig auch durch Ersatzbelohnungen in Form von Schokolade und anderen Süßigkeiten. Das steigende Gewicht stürzt viele, die Nichtraucher werden wollen, in Verzweiflung und lässt sie wieder mit dem Rauchen beginnen. Eine Gewichtszunahme muss jedoch nicht automatisch hingenommen werden. Man kann durch bewusste Diät den Stoffwechsel ankurbeln.

Patienten mit chronischen Darmkrankheiten, wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn tragen möglicherweise durch den Genuss von Tabakwaren wesentlich zu einer Verschlimmerung ihres Leidens bei. Beide Darmkrankheiten reagieren auf Nikotinzufuhr mit wesentlich heftigeren Schüben, die in kürzeren Abständen erfolgen, so die Experten. Durch Nichtrauchen und gesundes Leben kann man diese Krankheiten zwar nicht heilen, erreicht aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eine entscheidend bessere Lebensqualität.

Bei Rauchern ohne schwerwiegende Krankheiten pendelt sich der Metabolismus normalerweise wieder ein. Zuerst muss er sich daran gewöhnen, ohne das Nikotin zu funktionieren. Da Nikotin die Verwertung von Kohlehydraten erleichtert, wird umgekehrt bei einem Fehlen des Giftes verstärkt Fett eingelagert. Sobald der Körper das fehlende Nikotin als Normalzustand akzeptiert hat, sinkt meistens das Körpergewicht wieder, wenn die Ernährung angemessen ist.

Bei der Rauchentwöhnung mussten Patienten noch vor 30 Jahren auf fast alle Hilfsmittel verzichten, die es heute gibt. Von der Lasertherapie über Nikotinersatzstoffe, Hypnose bis zur Akupunktur reichen die möglichen Mittel zum rauchfrei werden. Gesund und Nichtraucher zu sein, war noch nie so einfach wie heute.