Nikotinersatz wie Pflaster Kaugummis Spray und Liquid

Eine Möglichkeit, vom Rauchen im besten Fall loszukommen, ist die langsame Raucherentwöhnung durch Nikotinersatz. Dieser Ausdruck hat sich eingebürgert, obwohl er eigentlich verwirrend ist. Nikotin wird beim Einsatz der Nikotinersatztherapie angeblich nicht durch einen anderen, ungefährlichen Stoff ersetzt, sondern es wird auf eine andere Weise konsumiert.

Erstaunlicherweise spielt die Art der Nikotinzufuhr bei der Rauchentwöhnung anscheinend eine entscheidende Rolle. Beim Rauchen von Zigaretten, Zigarren oder einer Pfeife inhaliert der Raucher das Nikotin. Dabei wird das Nikotin in kurzen, hoch dosierten, Schüben aufgenommen. Bei Tierversuchen hat man erkannt, dass so aufgenommenes Nikotin eine weitaus höhere Suchtwirkung hat.

Dagegen ist das Suchtpotential wohl niedriger, wenn das Nikotin langsamer zugeführt wird, auch wenn das dauerhaft geschieht. Diesen Umstand nutzt die Nikotinersatztherapie. Mit verschiedenen Mitteln wird dauerhaft eine geringe Dosierung des Tabakgiftes in den Organismus abgegeben. Die Nebenwirkungen durch Nikotinentzug beim Rauchstopp sollen so gemildert werden. Ein weiterer Vorteil dieser Arzneimittel ist, dass nur das genau dosierte Nikotin zugeführt wird. Im Gegensatz dazu inhaliert der Raucher nämlich noch eine Menge anderer schädlicher Stoffe, wie Teer und Kohlenmonoxid. Bei der Nikotinersatztherapie soll sich der Patient daran gewöhnen, keine Zigarette zu brauchen. Im Idealfall wird das Nichtrauchen am Ende als Normalzustand empfunden. Mit solcher Hilfe gelingt der Stopp beim Rauchen vielen Menschen besser.

Ein Vergleich der Mittel zeigt, dass die Produkte für die Therapie unterschiedlichen Nutzen haben. Unter den Top 10 befinden sich Nikotinersatzmittel in Form von Kaugummis, Tabletten, Lutschpastillen, Pflastern, Inhaliermitteln und nikotinhaltigen Nasensprays. Nachteilig ist, dass manche dieser Mittel selbst ein Suchtpotenzial haben sollen.

Möchte man versuchen Nichtraucher zu werden, bieten sich Nikotinpflaster an, die einfach auf die Haut geklebt werden. Dort geben sie kontinuierlich eine geringe Nikotindosis an den Körper ab, was besonders bei hoher Nikotinsucht (Dauerraucher) ein guter Ersatz sein kann. Nikotinpflaster haben laut Experten selbst kaum Suchtpotenzial. Noch leichter dosiert, jedoch mit einem geringen Suchtpotenzial sind die Nikotinkaugummis. Diese Kaugummis lassen sich auch vielleicht in Ergänzung zum Pflaster einsetzen. Ähnlich sollen die Lutschtabletten mit Nikotingehalt wirken. Der Nikotininhalator funktioniert wie eine elektrische Zigarette. Im Gegensatz zur tatsächlich brennenden Zigarette wird das Nikotin in einer Lösungsflüssigkeit verdampft und eingeatmet. Dabei werden außer dem Nikotin angeblich keine schädlichen Stoffe inhaliert. Der Nikotininhalator ist genau wie das nikotinhaltige Nasenspray für starke Raucher ein geeignetes Mittel zum Nichtraucher werden. Die Chance, ohne Nikotinersatz rauchfrei zu werden, beträgt laut Statistiken immerhin 50 %.